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UNFALLSRECHT IM AUSLAND


Wichtige Regeln in:

Allgemeine Tipps

Der Unfall im Ausland - die Horrorvision schlechthin - verliert einen Teil seiner Schrecken, wenn der Autofahrer einige einfache Regeln beachtet. Ganz wichtig: Am besten immer die Polizei hinzuziehen, es sei denn, es handelt sich um eine Bagatelle. Steht die Schadenshöhe allerdings im Zweifel, sollte man auf Nummer Sicher gehen und in jeden Fall die Polizei hinzuziehen.

Dies gilt ebenfalls für Länder, in denen die Polizei üblicherweise bei Unfällen auch nach einer Benachrichtigung grundsätzlich nicht kommt. Oftmals hilft hier der Hinweis, daß auch Personenschäden nicht auszuschließen sind. Dann kommt die Polizei in der Regel doch.

Andernfalls sollten die Beteiligten ihre mitgeführte Urlaubskamera zur Hand nehmen und den Unfallort einschließlich aller Unfallspuren und -schäden fotografieren. Vorsicht: In manchen Ländern werden die Beteiligten ganz schön für angebliche Schäden an Bäumen oder Leitplanken zur Kasse gebeten. Hier ist es wichtig, anhand von Fotos den Nachweis führen zu können, daß bestimmte Schäden eben nicht durch den Unfall verursacht wurden. Einfach deshalb, weil sie auf dem Foto schlicht noch nicht zu sehen sind. Den Unfallgegner bitten, sich zu seinem Auto zu stellen, damit hinterher notfalls auch bewiesen werden kann, daß Schaden, Unfall, Unfallort und Unfallgegner zusammengehören.

Schließlich ist dann gemeinsam mit dem Unfallgegner - sollte sie bisher nicht erschienen sein - die Polizei aufzusuchen. Sind die Autos nicht mehr fahrbereit, dürfen sie nicht unbeaufsichtigt zurückgelassen werden. Nicht nur, weil sonst die Versuchung für Diebe zu groß wäre, sondern auch, weil möglicherweise ein zufällig vorbeikommender Polizist an eine gemeinschaftliche Unfallflucht glauben könnte. Eine Beschlagnahme des Autos könnte die Folge sein und viel Beweis- und Erklärungsaufwand wäre nötig, es wieder loszueisen.

Bei der Polizei angelangt, sollten die Reisenden unbedingt darauf drängen, mit einem Beamten zur Unfallstelle zurückzufahren. Ansonsten wäre der Polizist nur ein Zeuge vom "Hörensagen", und von einer häufig geforderten "polizeilichen Unfallaufnahme" kann erst gar nicht gesprochen werden. Ein Grund mehr für einen ausländischen Versicherer, sich auf Leistungsfreiheit zu berufen.

Keine länderspezifischen Besonderheiten gelten im Ausland, wenn zwei Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland einen gemeinsamen Unfall erleiden. Dann gilt nicht das sogenannte Tatort-Recht, also das ausländische Recht am Unfallort, sondern das deutsche Recht. Erfreulich ist, daß in praktisch allen europäischen Urlaubsländern auch dann Versicherungsschutz besteht, wenn der Schädiger nicht versichert ist. Der Autofahrer wendet sich in so einem Fall an den jeweiligen sogenannten "Garantiefonds zur Verkehrsopferhilfe", den es in den einzelnen Staaten gibt. Die Adresse läßt sich am einfachsten über ein beliebiges Versicherungs- unternehmen im Urlaubsland herausbekommen.



Belgien

In Belgien gibt es ähnlich wie in Deutschland die allgemeine Haftpflichtversicherung, und die Versicherungen müssen auch dann zahlen, wenn etwa der belgische Unfallgegner seine Prämie nicht bezahlt hat, Trunkenheit im Spiel war oder der Unfall von ihm gar nicht gemeldet wurde.War aber das belgische Auto gestohlen oder nicht versichert, so tritt ein Garantie- fonds ein. Der Unfall muß dann aber binnen 30 Tagen bei der Polizei gemeldet werden. Gut: Der Garantiefonds zahlt auch dann, wenn der belgische Verursacher nachweist, daß der Unfall für ihn unabwendbar war.

Mit dem "Europäischen Unfallbericht" kann der Unfall dokumentiert werden. Bei Personenschäden muß immer die Polizei hinzugezogen werden. Die Regulierung verzögert sich, wenn ein Strafverfahren anhängig ist, da dessen Ausgang in jedem Fall abgewartet wird. Bei der Schadensabwicklung ziehen die Versicherungen dann bestimmte Beträge ab, wenn sie glauben, die Reparatur sei in Belgien billiger.



Dänemark

Auch in Dänemark gibt es die Haftpflichtversicherung und einen Garantiefonds. Er tritt jedoch nur dann ein, wenn das Verursacher-Auto nicht versichert war oder nicht ermittelt werden konnte. Bei der Schadens- abwicklung ist allerdings Vorsicht geboten. Das Auto muß in Dänemark unbedingt von einem Sachverständigen begutachtet werden; die gegnerische Versicherung muß dazu Gelegenheit haben. Und: Die dänische Versicherung macht die Regulierung davon abhängig, ob das deutsche Auto selbst genügend versichert war. Hat die deutsche Versicherung dem dänischen Fahrer wegen eigener, geringer Mitschuld von angenommen zehn Prozent einen Teil des Schadens erstattet, so wertet die dänische Versicherung dies als uneingeschränktes Schuldbekenntnis und zahlt nichts mehr. Gegebenenfalls sollte der deutsche Autofahrer seine Versicherung auf diesen Umstand hinweisen und veranlassen, daß sie erst zum Abschluß des Verfahrens zahlt. Eine Wertminderung wird ersetzt wenn das Auto höchstens zwei Jahre alt ist, Mietwagenkosten werden nur dann übernommen, wenn das Auto beruflich genutzt wurde.


Deutschland

Handy im Auto: Verschärfte Vorschriften
Ab dem kommenden Herbst gelten verschärfte Vorschriften für die Handy-Nutzung im Auto: Die Benutzung eines so genannten Headsets erfüllt nicht mehr die gesetzlichen Auflagen zum Telefonieren mit dem Handy im Auto. Grundsätzlich ist bei der Handy-Nutzung im Auto ohne fest installierte Freisprecheinrichtung ab dem Herbst mit höheren Strafen zu rechnen. Dann müssen Autofahrer, die mit dem Handy in der Hand ertappt werden, mit einem Bussgeld von 40 statt bisher 30 Euro rechnen, hinzu kommt ein Punkt im Flensburger Verkehrszentralregister.

In fast allen europäischen Laendern ist das Telefonieren mit dem Handy während des Autofahrens verboten. Darauf macht der ADAC in München aufmerksam. Autofahrer, die sich nicht daran halten riskieren Bussgelder zwischen 20 Euro (in Österreich) und 150 Euro (in Griechenland). Doch damit nicht genug: Kommt es wegen des Telefonierens mit dem Handy zu einem Unfall, kann der Fahrer wegen fahrlässiger Körperverletzung bestraft werden.

Erlaubt ist das Benutzen des Mobiltelefons im Auto ohne Freisprechanlage dem ADAC zufolge lediglich in Schweden. Der Automobilclub empfiehlt dennoch, im Ausland auf das Telefonieren während der Fahrt ganz zu verzichten. Unbekannte Strecken, ungewohnte Verkehrssituationen und eine teilweise etwas andere Beschilderung forderten die Aufmerksamkeit des Fahrers schon genug.



Frankreich

In Frankreich muß die gegnerische Versicherung nicht zahlen, wenn der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluß falsche Angaben gemacht oder wenn er die Versicherungsprämie nicht gezahlt hat. In diesen Fällen zahlt der Garantie- fonds zumindest bei Personenschäden, aber nur ganz selten bei Sachschäden. In Frankreich wird praktisch immer für den nichtmotorisierten Verkehr gehaftet.

Gegenüber einem Radfahrer oder einem Fußgänger ist eine Entlastung nur in ganz seltenen Fällen möglich. Kann nicht geklärt werden, welcher Unfallbeteiligte die hauptsächliche Schuld hat, so muß jeder den Schaden des anderen tragen.

Nach dem Unfall ist es üblich, ein sogenanntes "einvernehmliches Unfallprotokoll" zu erstellen. Vorsicht: Ist der Autofahrer mit der Unfalldarstellung des Gegners nicht einverstanden, muß er einen Widerspruch eintragen und die eigene Schilderung dagegensetzen. Zeugen müssen im Unfallbericht angegeben werden. Ist der Bericht unvollständig, so ist später praktisch keine Nachbesserung mehr möglich.

Bei Personenschäden oder bei einer strafbaren Handlung muß die Polizei hinzugezogen werden. Außerdem ist es ratsam, einen französischen Anwalt zu beauftragen sowie eine Reisevollkaskoversicherung abzuschließen.



Italien

Vorsicht in Italien: Dort unterliegen Mopeds und landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht der Versicherungspflicht. Auch sonst wird nur bei Verschulden gehaftet und nicht, wie hierzulande, auch wegen der sogenannten Betriebsgefahr. Der Schädiger kann seine Haftung also ausschließen, wenn er nachweist, daß er sorgfältig gehandelt hatte. Ist nicht zu beweisen, wer den Unfall verursacht hat, so zahlt jeder die Hälfte des Gesamtschadens. Hat die Polizei ein Unfallprotokoll aufgenommen, so gewährt sie häufig nur Einsicht, wenn ein Strafverfahren eingeleitet wird.

Wird die deutsche Botschaft eingeschaltet, kann jedoch oftmals ein Entgegenkommen erreicht werden. Anspruchsschreiben an italienische Versicherungen sind nur in Landessprache abzusenden! Dann dauert die Regulierung nicht mehr ganz so lange.



Österreich

Die Praxis der Unfallabwicklung in Österreich ähnelt im wesentlichen der deutschen. Zu beachten ist aber, daß in Österreich grundsätzlich die Polizei hinzugezogen werden muß. Ist diese verständigt, müssen die Beteiligten immer bei den Fahrzeugen bleiben; wird der "Europäische Unfallbericht" benutzt, so ist eine nachträgliche Änderung Urkundenfälschung und damit strafbar.

Jedoch ist es auch in Österreich unbedingt ratsam, einen ortsansässigen Anwalt mit der Bearbeitung des Falles zu beauftragen. Das beschleunigt in aller Regel die Erstattung des Schadens erheblich.



Slowakei & Tschechien

Vor allem in der Tschechien, aber auch in der Slowakei muß sich der Autofahrer auf einige Besonderheiten einstellen. Hier wird mehr als in anderen Ländern nach einem Unfall darauf Wert gelegt, daß der fließende Verkehr weder gefährdet noch behindert wird. Im Zweifel müssen die Unfallbeteiligten - besonders bei Sachschäden - die Autos zur Seite räumen, noch bevor die Unfallstelle vermessen wurde. In diesem Fall ist es aber ratsam, die Stellung der Autos mit Kreide deutlich sichtbar zu markieren und die gesamte Unfallstelle umfassend zu fotografieren.

Ganz wichtig: In beiden Ländern ist der sogenannte ,,Nachtrunk" streng verboten. Darunter wird der Genuß von Alkohol nach einem Unfall verstanden, um entweder die Aufregung zu dämpfen oder in unlauterer Weise zu vertuschen, daß der Fahrer schon vor dem Unfall unter Alkohol stand. Im Falle des Nachtrunks ist sogar je nach Sachlage eine Verhaftung wahrscheinlich.

Bei Unfällen ist in beiden Ländern die sogenannte Unfallbestätigung durch die Polizei sehr wichtig. Diese muß sich der Autofahrer von der Polizei ausstellen lassen, die den Unfall aufnimmt. Diese Bestätigung dient dem reibungslosen Grenzübertritt nach dem Unfall. Andernfalls könnte der Nachweis nicht geführt werden, keine Unfallflucht begangen zu haben. Die Schadensregulierung geschieht über die beiden staatlichen Versicherungen, deren Anschrift von der Polizei zu erfahren ist. Abstriche müssen allerdings bei den Schadensposten gemacht werden: Nutzungsausfall, Mietwagenkosten und Wertminderung werden nicht ersetzt.



Spanien

In Spanien gibt es wie in Italien keine Gefährdungshaftung. Weist der spanische Gegner also nach, daß ihn keine Schuld trifft, muß er nicht für die Betriebsgefahr seines Autos einstehen. Sind beide Beteiligte für den Unfall gleich verantwortlich, können sie gegenseitig keinen Schadensersatz verlangen. Konnten beide jedoch nicht den Nachweis erbringen, daß sie unschuldig sind, so trägt jeder den Schaden des anderen.

Bei der Unfallaufnahme sollte der deutsche Beteiligte versuchen, eine Schuldanerkennung zu erlangen; sie hat in Spanien erhebliche Beweiskraft. Zeugenaussagen von Fahrzeuginsassen werden weniger stark bewertet. Daher gilt auch hier: Fotos machen. Insbesondere in Spanien ist es ratsam, den Anspruch von einem dortigen Anwalt verfolgen zu lassen, da zum Teil recht komplizierte Fristen und Verjährungsregelungen zu beachten sind.


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