Limone liegt wie eingezwängt zwischen dem Seeufer und steilen Felswänden, die den Ort vor den eisigen Winden schützen. Durch den Bau der Gardesana Occidentale im Jahre 1930 begann für den Ort eine neue Ära: Während das nördlichste Zitronenanbaugebiet der Welt zwei Jahrhunderte lang von dem Export der damals seltenen Früchte lebte, entdeckte man in den 50er Jahren unseres Jahrhunderts das wesentlich ertragreichere Geschäft mit den Touristen, die nun mühelos mit ihren Goggomobilen und Limosinen in das kleine Dorf rollen konnten.
Scheint die Herkunft des Ortsnamen auf der Hand zu liegen, so trügt der Schein, denn der Name des Ortes ist nicht auf das Wahrzeichen des Ortes, die Limonen, zurückzuführen. Sein Ursprung liegt in dem lateinischen Wort limes (Grenze).
Bis zum Ende des Ersten Weltkrieges lag Limone an der italienischen Grenze zu Österreich und seit der See (1919) ganz in italienischer Hand ist, ist Limone der letzte Ort der Provinz Brescia, bevor man die nördliche Provinz Trentino erreicht.